Für viele Menschen ist der Test selbst schon aufregend, aber der Moment, in dem das Ergebnis eintrifft, ist oft noch intensiver. Dann stellt sich meist sofort die Frage: Wie lese ich diesen Bericht eigentlich?
Glücklicherweise ist der Kern eines Vaterschaftstests meist viel klarer, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Auch wenn der offizielle Bericht technische Begriffe enthält, läuft es in der Praxis fast immer auf eine der beiden folgenden Schlussfolgerungen hinaus:
-
Die biologische Vaterschaft wird sehr stark unterstützt;
-
Die biologische Vaterschaft ist vollständig ausgeschlossen.
In diesem Artikel erklären wir Ihnen auf einfache Weise, wie Sie das Ergebnis eines Vaterschaftstests am besten lesen und interpretieren.
Was steht normalerweise im Bericht?
Ein offizieller DNA-Bericht enthält in der Regel die folgenden festen Bestandteile:
-
Die einzigartigen Identifikations- oder Referenznummern des Tests;
-
Informationen über die Art der untersuchten Proben (z. B. Wangenschleimhaut);
-
Die detaillierten Laborergebnisse (die Tabelle mit den getesteten DNA-Markern);
-
Die endgültige Schlussfolgerung zur biologischen Vaterschaft.
Für die meisten Kunden ist vor allem der letzte Schritt am wichtigsten: Was bedeutet die gezogene Schlussfolgerung genau in einfacher Sprache?
Wie sieht ein positives Ergebnis aus?
Bei einem positiven Ergebnis gibt das Labor an, dass die biologische Vaterschaft sehr stark unterstützt wird. Dabei wird ein statistisch berechneter Wahrscheinlichkeitsprozentsatz angezeigt, zum Beispiel 99,999% oder sogar noch höher.
Das bedeutet, dass das DNA-Profil des Kindes und das des mutmaßlichen Vaters so perfekt übereinstimmen, dass biologisch gesehen so gut wie unwiderlegbar feststeht, dass der getestete Mann der biologische Vater ist.
Lesen Sie auch: Was bedeuten die Prozentsätze in einem Vaterschaftstest?
Wie sieht ein negatives Ergebnis aus?
Bei einem negativen Ergebnis zeigt der genetische Vergleich, dass der Mann und das Kind bei mehreren wesentlichen DNA-Markern überhaupt keine Übereinstimmung haben. In diesem Fall ist die Schlussfolgerung sehr klar: Der getestete Mann ist nicht der biologische Vater. Die biologische Vaterschaft kann in dieser Situation mit 100%iger absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden. Dies ist ein definitives und unwiderlegbares Ergebnis.
Warum ist ein positives Ergebnis meist keine 100%?
Dieser Unterschied führt manchmal zu Verwirrung. Eine positive Bestätigung wird in der Wissenschaft immer statistisch berechnet und als Wahrscheinlichkeit angegeben. Da Labore mathematisch die theoretische (wenn auch noch so mikroskopisch kleine) Wahrscheinlichkeit berücksichtigen müssen, dass irgendwo auf der Welt eine nicht verwandte Person mit exakt demselben DNA-Profil existiert, darf rein formal keine 100% gemeldet werden. Ein Wert von 99,999% oder höher ist jedoch die höchstmögliche Bestätigung einer Übereinstimmung.
Lesen Sie auch: Vaterschaftstest erklärt: Zuverlässigkeit, Prozentsätze und Ergebnis verstehen
Wann kann eine zusätzliche Erklärung hilfreich sein?
Manche Kunden möchten nicht nur die Schlussfolgerung wissen, sondern auch genau verstehen, wie die Tabelle mit den DNA-Markern im Bericht technisch aufgebaut ist. Das ist sehr verständlich, besonders in emotionalen oder rechtlich sensiblen Situationen. Zur Beruhigung und Klarheit ist es jedoch gut zu wissen, dass die Hauptschlussfolgerung am Ende der Seite immer der wichtigste und ausschlaggebendste Teil bleibt.
Lesen Sie auch: Kann ein Vaterschaftstest falsch sein?
Fazit
Das Ergebnis eines Vaterschaftstests lässt sich in der Praxis glücklicherweise sehr konkret lesen, wenn man weiß, wo der Schwerpunkt liegt.
Kurz zusammengefasst:
-
Ein positives Ergebnis unterstützt die biologische Vaterschaft mathematisch maximal;
-
Ein negatives Ergebnis schließt die Vaterschaft mit absoluter 100%iger Sicherheit aus;
-
Extreme Prozentsätze wie 99,999% bedeuten in der Praxis vollständige Sicherheit;
-
Den wichtigsten Kern des gesamten Berichts finden Sie immer direkt in der Schlussfolgerung.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet 99,999% in einem Ergebnis?
Dies bedeutet, dass die biologische Vaterschaft durch den DNA-Vergleich unwiderlegbar unterstützt wird. Es ist die höchste statistische Punktzahl bei einer positiven Übereinstimmung.
Ist ein negatives Ergebnis sofort endgültig?
Ja. Wenn der getestete Mann nicht der biologische Vater ist, schließt der Test dies mit 100%iger Sicherheit aus. Es gibt dann keinen Raum für Zweifel.
Warum steht bei einer positiven Übereinstimmung keine 100%?
Weil ein positives Ergebnis nach internationalen wissenschaftlichen Standards immer als statistische Wahrscheinlichkeitsberechnung formuliert werden muss.
Muss ich die gesamte Tabelle mit Markern verstehen?
Nein, das muss man nicht. Die Tabelle enthält die Rohdaten des Labors für die Genetiker, aber für Sie als Verbraucher ist die ausgeschriebene Schlussfolgerung am Ende des Dokuments maßgebend.
Kann ich irgendwo Fragen zu meinem erhaltenen Ergebnis stellen?
Ja, absolut. Wenn Sie Hilfe bei der Interpretation Ihres spezifischen Berichts benötigen, steht unser Kundenservice jederzeit bereit, das Dokument gemeinsam mit Ihnen durchzugehen.
Fragen zu Ihrem Bericht?
Haben Sie das Ergebnis Ihres Vaterschaftstests erhalten und haben Sie spezifische Fragen zu den angezeigten Werten oder der Schlussfolgerung? Kontaktieren Sie uns gerne. Wir schauen uns das gerne mit Ihnen an und erklären Ihnen klar, was die Ergebnisse für Ihre Situation bedeuten.